Stadtbibliothek Hannover: Fahrbibliothek Online im Einsatz

Frau Kutschera-Benz, Leiterin der Fahrbibliothek, teilt mit:

Ab sofort ist die Fahrbibliothek an das EDV-System der Stadtbibliothek Hannover angeschlossen.

Die Fahrbibliothek der Stadtbibliothek Hannover besteht seit 1954. Für die Ausleihe wurde bis dato 40 Jahre lang Fotoverbuchung eingesetzt.

Das Medienangebot besteht im Bus aus ca. 4500 ME. ( Büchern, AV-Medien) mit jährlich ca. 70.000 Ausleihen. Ab August 05 werden alle zwei Wochen 16 Haltestellen im Stadtgebiet Hannovers angefahren.
Die Leserinnen und Leser bestehen zu 60% aus Kindern.

Ziel bei der Planung des Einsatzes von EDV in der Fahrbibliothek war, die Online-Anbindung an das bereits seit dem Jahre 2000 eingesetzte EDV-Verfahren Concerto zu vollziehen. Dank aktueller UMTS-Technik ist eine schnelle und gesicherte Verbindung zwischen Bücherbus und dem zentralen Concerto-Server jetzt möglich. Technisch wird die Übertragungssicherheit mit einem sich bei jedem Anmeldevorgang verändernden Software-Schlüssel erreicht. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter verfügt dazu über einen eigenen sog. Schlüsselgenerator.

Die technische Ausstattung im Bibliotheksbus besteht aus: Laptop mit UMTS-Karte (Telekom), Docking Station für Bildschirm, Tastatur, Maus, Scanner, Bondrucker. Zur Verstärkung des Empfangs wurde zusätzlich eine UMTS-Antenne eingebaut. Der Laptop mit UMTS-Karte wird über Nacht aus dem Bus herausgenommen und sicher verwahrt.

Zum Zeitpunkt der Umstellung auf die neue Technik waren die Daten der Medien und Benutzer/innen der Fahrbibliothek bereits in Concerto erfasst. Die Medien mussten lediglich auf den „neuen“ Standort umgebucht werden. Die Benutzer/innen verfügen bereits über edv-geeignete Lesekarten.

Die Leserinnen und Leser in der Fahrbibliothek profitieren nun wie alle anderen Nutzer/innen der Stadtbibliothek Hannover von den dank EDV-Einsatz möglichen Serviceangeboten eines modernen Bibliothekssystems.

Soest: Bücherbus statt Bürokratie?

SPD und BG für Gespräche mit der Interessengemeinschaft

KREIS SOEST · „Es ist eine phantastische Leistung, dass so viele Unterschriften für den Bücherbus zusammengekommen sind.“ Theodor Kremer, Vorsitzender der BG-Fraktion, denkt nun mit Unbehagen daran, dass womöglich ein Bürgerentscheid droht, der eine sechsstellige Summe verschlingt: „Bei dem Gedanken an die Kosten für die Bürokratie wird mir ganz mulmig“, so Kremer. Er schlägt deshalb vor, dass noch vor der Kreistagssitzung im Dezember ernsthafte Verhandlungen zwischen Politik und Verwaltung sowie der Interessengemeinschaft Bücherbus stattfinden.

Kremer kann sich vorstellen, dass der Bücherbus im ländlichen Raum 150 Haltestellen anfährt statt der von der Initiative geforderten 256. Auf den Dörfern hatten sich die Bewohner für den Bücherbus eingesetzt und unterschrieben. In Städten wie Lippstadt oder Soest gibt es leistungsfähige Stadtbüchereien, da braucht man keinen Bücherbus.

Hohes Lob hat die SPD-Fraktion des Soester Kreistages der Bürgerinitiative „Bücherbus“ ausgesprochen. Durch eine „konzertierte Aktion“ sei es gelungen, die erforderlichen Unterschriften für das Bürgerbegehren zusammenzutragen, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der Sozialdemokraten, Vize-Landrätin Dr. Ulrike Gilhaus. Sie sah darin gleichzeitig eine Bestätigung der SPD-Position, die im Kreistag und den Ausschüssen stets für den Erhalt des Bücherbusses eingetreten sei. Die Vize-Landrätin trat dafür ein, die Bürger „mit ins Boot“ zu nehmen und der IG Bücherbus Gelegenheit zu geben, sich bei dem Projekt mit einzubringen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende kritisierte bei einer Veranstaltung der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) in Günne die „starre Haltung“ der Kreistags-Mehrheit und der Kreisverwaltung in der Frage der Weiterführung des Bücherbusses scharf. Jäger forderte die Mehrheitsfraktion auf, ihre Entscheidung zu revidieren und für die Bücherei „grünes Licht“ zu geben.
[zum Artikel des Soester Anzeigers]

Bücherbus-Protest in Soest: 11352 Unterschriften

Initiative lieferte gestern 11 352 Unterschriften im Kreishaus ab Von den Verantwortlichen ließ sich keiner blicken

KREIS SOEST · Wer im Kreishaus Unangenehmes abzugeben hat, kann natürlich nicht erwarten, von der Verwaltungsspitze empfangen zu werden. Der Landrat in Urlaub, sein Stellvertreter nicht da, die Fachbereichsleiter weggetaucht – die Initiatoren des Bücherbus-Bürgerbegehrens übergaben gestern die gesammelten Unterschriften für den Erhalt der Fahrbücherei bei der Geschäftsstelle des Kreistages.

Dort wurden sie aber von Anne Hauschild vorbildlich freundlich empfangen: „Ich weiß nicht, ob ich sagen soll: Wir freuen uns. Wir stehen der Sache aber offen gegenüber. Es ist Ihr gutes Recht der direkten Demokratie.“

„Wir glauben fest, dass wir es geschafft haben“

Für das erfolgreiche Bürgerbegehren sind 9732 Unterschriften notwendig. „Wir glauben fest, dass wir es geschafft haben“, sind Regina Fischer (Wickede), Gisela Hangebrauk (Rüthen), Reinhard Scheer (Werl) und Jürgen Wied (Warstein) überzeugt, die gestern die Listen im Kreishaus abgaben.

11 352 Bürger haben unterzeichnet. Ihrer Meinung nach soll der Bücherbus mit 256 Haltestellen die bibliothekarische Grundversorgung im Kreis Soest weiterhin sicherstellen. Allerdings haben auch unter 16-Jährige unterschrieben, und einige haben ihr Geburtsdatum vergessen. „Nach unserer Auffassung sind aber 10 410 Unterschriften gültig“, so die Initiative. Sie rechnet vor, woher das Geld für den Bücherbus kommen soll: Durch den Stopp des Projekts Medienhaus in Lippstadt, durch den Verzicht auf Hochglanzbroschüren und durch den Verkauf des Breitbandbildschirms im Kreishaus-Foyer. Außerdem sollen Leser einen Jahresbeitrag zahlen.

[…] Falls es genug korrekte Unterschriften gibt, könnte sich der Kreistag noch vor Weihnachten mit dem Bürgerbegehren befassen. Bleibt er bei seiner Ablehnung, könnte es zum Bürgerentscheid kommen.
Der findet per Briefwahl statt und kostet allein an Porto eine sechsstellige Summe. Für den Neu-Start des Bücherbusses müssten 49 000 Bürger (20 Prozent) stimmen.
[zum vollständigen Artikel Soester Anzeiger]

Bürgerentscheid für Bücherbus im Kreis Soest?

Die „Initiative Bücherbus“ ist zuversichtlich, wie der Westfälische Anzeiger heute berichtet: 10 000 Unterschriften für den Landrat liegen bereits vor.

Am Donnerstag um 10 Uhr will die Initiative, die sich für den Weiterbetrieb des Bücherbusses einsetzt, die gesammelten Unterstützungsunterschriften an den Landrat übergeben. Bis dahin wird noch weiter gesammelt.

Knapp 10 000 Unterschriften sind für den Erfolg des Bürgerbegehrens erforderlich. Die Zahl soll erreicht worden sein.

Die Kreisverwaltung wird überprüfen, ob alle Unterschriften korrekt sind. Sind genügend gültige Unterschriften zu Stande gekommen, muss sich der Kreistag erneut mit dem Thema „Bücherbus“ beschäftigen. Stimmt das Gremium dem Anliegen zu, wird der Bücherbus weiterhin durch den Kreis Soest fahren.

Bleibt der Kreistag bei seinem Beschluss, die Fahrbücherei aufzulösen, käme es zum Bürgerentscheid: Alle Bürger wären dann zur Teilnahme an der Abstimmung über den Bücherbus aufgerufen.

[zum Artikel]

Kayhuder Mütter kämpfen für den Bücherbus

Kayhude – Das letzte Kapitel der zwölf Jahre alten Bücherbus-Geschichte in Kayhude scheint angebrochen. Um Geld zu sparen, beschloss eine Mehrheit der Gemeindevertreter, den seit 1993 geltenden Vertrag mit der Norderstedter Fahrbücherei zu kündigen. Doch diese Entscheidung wollen andere Kayhuder nicht tatenlos hinnehmen.
„Das ohnehin schon kleine Kulturangebot in der Gemeinde darf nicht weiter eingeschränkt werden. Außerdem gibt es noch andere Gründe, den Bücherbus weiterhin ins Dorf kommen zu lassen“, erklärte Katja Brandau, die mit ihrer Mitstreiterin Birgitt Schröder im Ort mit seinen knapp über 1100 Einwohnern schon mehr als 200 Unterschriften gegen die Vertragskündigung gesammelt hat.
„Unser Gemeindehaushalt ist ausgeglichen, und wir haben noch etwas Geld in Reserve, trotzdem müssen wir sparen. Die Finanzsituation wird eher schlechter als besser“, erklärte Bürgermeister Bernhard Dwenger (CDU). Bei Pflichtausgaben wie der Amtsumlage kann die Gemeinde nichts kappen, wohl aber bei den freiwilligen Ausgaben. „Wir haben schon die Straßenreinigung eingeschränkt. Außerdem leuchten die Straßenlaternen nicht mehr die ganze Nacht hindurch“, erläuterte Bürgermeister Dwenger, dass auch anderweitig gespart werde. Vor dem Beschluss, den Bücherbus auszubremsen und damit pro Jahr 2500 Euro zu sparen, hätten sich die Kommunalpolitiker darüber informiert, wie oft der Literatur-Bringservice genutzt wird. Zwar sind 110 Kayhuder in der Bücherbus-Kartei registriert, doch in 2004 gab es nur 45 regelmäßige Leser.
[…] Seitdem sich die Vertragskündigung im Ort herumgesprochen hat, meldet sich niemand mehr neu an.
„Gerade für Kinder und ebenso für ältere Leser, die kein Auto besitzen, gibt es zum Bücherbus keine zumutbare Alternative“, erklärte Unterschriftensammlerin Katja Brandau, deren Kinder regelmäßig viel Lektüre und Hörspiele aus der mobilen Bibliothek nach Hause tragen. Das Angebot in der per Bus erreichbaren Naher Gemeindebücherei sei dagegen bei weitem nicht so vielfältig wie das der Norderstedter Fahrbücherei, der Weg zur Norderstedter Stadtbücherei mit einer großen Auswahl dagegen zu weit, meint die Bücherbus-Befürworterin.
Den Sparkurs der Gemeindevertretung halten die Protest-Organisatorinnen Katja Brandau und Birgitt Schröder für falsch, zumal vorab die Bücherbus-Nutzer nicht gefragt und etwaige andere Möglichkeiten der Finanzierung nicht diskutiert wurden. Bislang musste die Gemeinde nur einen Teil der Kosten tragen, 55 Prozent werden derzeit durch Zuschüsse von Kreis und des Land gedeckt.
Vorgestern Nachmittag herrschte großer Andrang am Bücherbus. Zahlreiche Sympathisanten der mobilen Leseförderung hatten sich dort getroffen, denn Katja Brandau und Birgitt Schröder übergaben die Unterschriftenlisten an Bürgermeister Bernhard Dwenger.
[zum vollständigen Artikel der Segeberger Zeitung vom 6.9.2005]

Katrina und die Bibliotheken

Die ALA (American Library Association) dokumentiert auf ihrer Website, wie durch den Hurricane „Katrina“ Bibliotheken in Mitleidenschaft gezogen wurden. Noch sind auf Grund der chaotischen Lage im Katastrophengebiet erst wenige Informationen vorhanden, die jedoch kontimuierlich ergänzt werden sollen. Auch Bücherbusse sind betroffen, wie aus Tyler berichtet wird:

Tyler (Tex.) Morning Telegraph, August 31:

Tyler Public Library sent its bookmobile to the hurricane shelter Tuesday afternoon. It provided books, magazines, and other reading material to evacuees from Louisiana.
[zur Dokumentation der ALA]

Quickborn: Für den Bücherbus besteht noch Hoffnung

Quickborn. Der neue „Harry Potter“ oder „Sakrileg“ von Dan Brown – kein Problem. Wer ein Buch nur ausleihen möchte, statt es zu kaufen, kann außer der Quickborner Stadtbücherei auch den Service des Bücherbusses nutzen. Unter 4500 Exemplaren dürfen die Kunden auswählen. Jeweils am Donnerstag macht das Fahrzeug im Stadtteil Renzel und in zahlreichen Straßen im Ortsteil Heide Halt. Etwa 100 junge und alte „Leseratten“ stöbern an diesem Tag gern in der fahrbaren Bibliothek, die auch Kassetten, Zeitschriften, CDs, DVDs und Videos im Angebot hat. Wenn ein bestimmter Artikel fehlt, kann er bestellt werden. „Wir haben Zugriff auf 37 000 Bücher“, sagte Fachbücherei-Leiter Dieter Buchholz.

Doch mit dem Dienst am Bürger soll Ende des Jahres Schluss sein. Das hat die Politik im Juni beschlossen. Gegen die Stimmen der SPD. Hintergrund: Der Kreis Pinneberg will einen Zuschuss in Höhe von 13 000 Euro streichen. Damit würde die Stadt auf den Gesamtkosten, 26 000 Euro pro Jahr, sitzen bleiben. Sie kündigte deswegen zur Jahresmitte den Vertrag mit der Einrichtung.

Mittlerweile stoßen die Pläne auf heftige Kritik. „Wir sind enttäuscht“, sagt Helena Hofmann, die für viele Bürger spricht. „Der Bus ist ein Treffpunkt für Jung und Alt, auf den sich jeder freut.In einer Zeit, in der Computer und Fernsehen immer mehr in den Vordergrund rücken, sollte man alles tun, um die Liebe zu Büchern zu fördern. Nicht zuletzt deswegen, weil dort auch unterrichtsbegleitendes Material für Schulkinder ausgeliehen werden kann. Der Bus vor Ort ist eine Möglichkeit für sie, sich selbstständig und unkompliziert den Lesestoff ihrer Wahl auszuleihen“, argumentierte Hofmann. „Wir möchten für den Erhalt des Busses kämpfen“, sagte sie und lobte die Mitarbeiter der rollenden Bücherei für ihre Kompetenz.

Buchholz und der Träger, der Bücherverein Schleswig-Holstein, haben sich nun mit einem Konzept zur Rettung der Einrichtung an die Stadt gewandt. Danach soll der Bus weiterhin im Einsatz bleiben, aber in Quickborn-Heide weniger Haltestationen anfahren als zuvor und zeitlich kürzere Stopps einlegen. Kosteneinsparungen: 13 000 Euro. Für die Stadt würde nach diesem Modell finanziell alles beim Alten bleiben. Ende September wird die Quickborner Politik darüber entscheiden.

Bis dahin wollen die Bürger Druck machen. In dem Bus liegen Unterschriftenlisten aus. […]
[zum vollständigen Artikel im Wedel-Schulauer Tageblatt]

Wolfenbüttel: Zukunft der Kreisbücherei noch offen

Ziehen die Kreisbücherei und die Kreisbildstelle auch in den Kulturbahnhof? Mit dieser Frage beschäftigte sich auf seiner jüngsten Sitzung der Kreistags-Kulturausschuss. Die Entscheidung wurde nach kurzer Beratung auf den nicht öffentlich tagenden Kreisausschuss und den Kreistag am 10. Oktober vertagt.

Erste Kreisrätin Barbara Thiel hatte dem Ausschuss in einer Informationsvorlage den Sachstand erläutert. Dabei ging sie von mehreren denkbaren Alternativen aus:

Räumliche Zusammenführung beider Büchereien im Bahnhof, aber weiterhin eine getrennte Organisation;

räumliche und organisatorische Zusammenführung beider Büchereien im Bahnhof;

Zusammenlegung der Büchereien und der Kreisbildstelle im Bahnhof oder

keine Zusammenführung, Kreisbücherei und Kreisbildstelle bleiben im Bildungszentrum Harzstraße.

[…]

Sicher scheint derzeit eigentlich nur, dass die Kreisbücherei vom Landkreis auf eine Fahrbücherei beschränkt werden soll. Auch hierzu fehlt allerdings noch das politische Votum.
[zum vollständigen Artikel bei Newsclick.de]