Kreis Oder-Spree: Diskussion um die Zukunft der Fahrbibliothek

aus der Märkischen Oderzeitung vom 31.5.2005:
Die […] vorgeschlagene Kürzung der Zuschüsse für den Bücherbus […] ist in dem Gremium auf Ablehnung gestoßen. Was in Zahlen 150 000 Euro ausmachen soll, bedeutet in der Praxis die Abschaffung der rollenden Bibliothek. Gibt der Kreistag für diesen Schritt Grünes Licht, müssen die derzeit 2271 Nutzer in 65 Orten auf die von der Fahrbücherei vorbei gebrachte Lektüre verzichten.

Der Ausschuss favorisiert die abgeschwächte Variante des Kulturamtes. Rund 70 000 Euro ließen sich einsparen, wenn der Bus künftig nur noch mit einer Person unterwegs wäre – entweder die Bibliothekarin lernt Bus fahren oder der Busfahrer übernimmt zugleich die Ausleihe. „Der Einschnitt wäre nicht so tief“, so Kulturamtsleiter Wolfgang de Bruyn. „Wir sollten gut überlegen, was wir wollen.“ Vor dem Hindergrund der Kritik an der Bildungsqualität in Brandenburg sei der Verzicht auf das Leseangebot das falsche Signal.

Kreis-Finanzdezernent Eckhard Fehse argumentiert dagegen, dass trotz der Abschaffung des Busses die Medienbestände weiter gepflegt und aktualisiert werden sollen. „Nur das Verteilsystem würde sich ändern.“ Es sei eine „schreiende Ungerechtigkeit“, wenn 65 Orte kostenfrei in den Genuss des Bücherbusses kommen, während andere Kommunen ihre Bibliothek weiter betreiben und finanzieren. Im Kreis gibt es noch zehn hauptberuflich und 13 nebenberuflich betreute Büchereien. Er plädiert für mehr ehrenamtliches Engagement.

„Das wäre eine Notvariante“, entgegnet de Bruyn. Die Frage wäre, welche Qualität übrig bliebe. Zwar könne ein Kurier die Bestände auf Bestellung bringen, die Ehrenamtlichen vor Ort aber kaum das gleiche wie eine ausgebildete Bibliothekarin leisten. […]
[zum vollständigen Artikel]

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Bücherbus gerät ins Schlingern

Einigen Nordwest-Gemeinden wird rollende Bibo zu teuer/Parchim hat Aus beschlossen

Die Schweriner Volkszeitung Online berichtet: Alle drei Wochen macht die Fahrbibliothek des Nordwestkreises in 13 Umland-Gemeinden Station. Doch die Finanzierung des Angebots wackelt, weil andere Kommunen ihren Zuschuss nicht aufbringen können.

So weit wie im Kreis Parchim ist es im Nordwesten noch nicht: Dort fährt der Bücherbus vor den Ferien zum letzten Mal. Mit Beginn des neuen Schuljahres übernimmt die Bibliothekarin wöchentliche Kurierfahrten zu den Schulen. „Dort können alle Leseratten die bestellten Bücher in Empfang nehmen“, sagt Horst Derer vom Parchimer Kulturamt. Auch im Nordwestkreis steht die Fahrbibliothek immer wieder zur Disposition.

Das Angebot war für die Nutzer zunächst kostenlos. Mittlerweile werden Gebühren erhoben. Die Gemeinden, in denen der Bus hält, zahlen Zuschüsse. Hier stieg 2004 der Anteil der Zuschüsse pro Einwohner und Jahr von 1,02 auf 2,04 Euro. Im Schweriner Umland werden Seehof, Pingelshagen, Dalberg-Wendelstorf, Cramonshagen, Brüsewitz, Grambow, Lützow, Perlin, Gottesgabe, Renzow, Badow, Pokrent und Wittenförden angefahren. Sieben anderen Gemeinden von insgesamt 29 teilnehmenden Kommunen war die Erhöhung jedoch zu viel.

Trotz der Einbußen ist die Finanzierung der Fahrbibliothek für die nächsten Jahre gesichert, sagt Uwe Schnabel, Leiter des Kreismedienzentrums. Wenn allerdings noch mehr Gemeinden sich das Angebot nicht mehr leisten können, wird es schwierig. Zum Glück garantiere ein Kreistagsbeschluss die Weiterfahrt – „solange der Bus die TÜV-Plakette hat“.

Finanziellen Spielraum gibt es nicht: Jede Gebührenerhöhung würde zu sinkenden Nutzerzahlen führen, fürchtet Schnabel. Den Kreis kostet die Fahrbibliothek jährlich 100000 Euro. Beim Land können lediglich 5000 Euro Fördergeld beantragt werden.

Werbeaktion in Seehof brachte neue Leser

Die Dorfbewohner, vor allem Kinder, Familien und ältere Menschen, sind auf den Bücherbus angewiesen. In vielen kleinen Orten sei er die letzte kulturelle Institution, sagt Bus-Bibliothekarin Gabriele Gramenz. Die Werbeaktion jüngst in Seehof (SVZ berichtete) war nicht nur gut besucht, danach gab es auch zahlreiche Anmeldungen von neuen Lesern.
[vollständiger Artikel]

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Fahrbibliotheks-„Thriller“ in Milton Keynes/England

Wie hart angebliche Sparmaßnahmen in Fahrbibliotheken einzelne Menschen treffen können, zeigt ein aktuelles Beispiel aus England. Dabei ist doch Flexibilität im Bibliothekswesen gefragt und wer könnte dies besser praktizieren als rollende Bibliotheken? „Milton Keynes Today“ berichtet unter einer reißerischen Überschrift:

Will village books tale have a happy ending?

The gentle tale of a village’s mobile library looks to be turning into a cliff-hanging thriller.

For 10 years blind Frances Boulton, who’s 77, and her 80-year-old neighbour Betty Pyeman have been enjoying tapes and books from the library bus when it rolls into Chicheley each month.
But Milton Keynes Council is axing the village from its route, because the pair are the only customers there.
The move is part of a shake-up, cutting stops where there is little or no call for the service so more time can be spent in places where there is greater demand …

Bibliotheksbenutzer in Milton Keynes

But North East Milton Keynes MP Mark Lancaster has stepped in to try to save the Chicheley stop.
He said: „This is one of the last services left in Chicheley for the residents, and although it is only used by two people it is extremely important for their quality of life.
„They are only 100 metres off the route the
library bus takes between Sherington and North Crawley, and I shall be pressing the council to
ensure they are not left out.“
[vollständiger Artikel]

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Oder-Spree-Kreis: Sparausgabe der Fahrbibliothek?

Die verschiedenen Fachausschüsse des Kreistages haben Vorschläge zu Einsparungen gemacht. Auch das Kulturamt blieb nicht ungeschoren:
Geht es nach dem Ausschuss, soll die Fahrbibliothek in Oder-Spree erhalten bleiben. So solle versucht werden, sie künftig nur von einer Person bedienen zu lassen. Der Besuchsrhythmus in den 65 Orten würde sich so auf einen monatlichen Takt reduzieren.
[vollständiger Artikel]

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Landkreis Soest: Bücherbus vor dem Aus

Liste mit „Grausamkeiten“ wird abgearbeitet

Rüthen / Lippstadt. (JK) Die Stadt Rüthen lehnt das Angebot des Kreises [Soest] ab, den Bücherbus künftig in Eigenregie mit anderen Städten zu betreiben. Dafür stimmte der Stadtrat einstimmig.

Die Ratsmitglieder stimmten stattdessen einem Antrag der CDU zu, der dem Kreis empfiehlt, die Hälfte der durch den Bücherbus frei werdenden Gelder den Bibliotheken in den Städten zur Verfügung zu stellen. Zwar habe die Union sich noch vor zwei Jahren für den Erhalt der Fahrbücherei ausgesprochen, sagte CDU-Fraktionschef Friedhelm Thomas – inzwischen aber sei die Finanzsituation zu katastrophal geworden: „Dies ist nur ein erster Punkt in der Liste von Grausamkeiten, die noch auf uns zukommen.“ 300 000 Euro kostet der Unterhalt des Bücherbusses derzeit.

Gisela Hangebrauk von der „Interessengemeinschaft Bücherbus“ wollte in der Einwohnerfragestunde der Ratssitzung von Bürgermeister Rudolf Schieren wissen, wie die bibliothekarische Grundversorgung im Stadtgebiet sichergestellt sei, wenn der Bus wegfalle. Schieren setzt dann auf ein gemeinsames Konzept aller Büchereien.

Unterdessen hat auch Lippstadts Bürgermeister Wolfgang Schwade der „IG Bücherbus“ in Rüthen mitgeteilt: Für Lippstadt hat der Bücherbus an Bedeutung verloren, so Schwade.

Die komplette Einstellung der Fahrbücherei würde für Lippstadt 2005 54 000 Euro weniger an Ausgaben bedeuten – Geld, das man lieber in die verbesserte Ausstattung der Stadtbücherei stecke. Wie berichtet, ist in Lippstadt, als Alternative zum Bücherbus, die Kooperation von Bibliothek und Schulen durch ein Netzwerk verbessert worden.

60 000 Medien hat die Bücherei: 2004 wurde eine Ausleihzahl von 181 000 erreicht. Als der Bücherbus noch 24 Haltestellen in Lippstadt anfuhr, gab es pro Jahr 15 000 Ausleihen. Nach der Reduzierung auf noch vier Haltestellen sank die Ausleihzahl auf 9200. Gemessen an dem Medienangebot der Bücherei habe der Bus damit nur noch „untergeordnete Bedeutung“.
[zum Artikel]

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Nordwestmecklenburg: Rollende Bibliothek gerät ins Schlingern

Vielen Gemeinden wird der Bücherbus zu teuer
Nordwestmecklenburg • Einige Jugendliche und eine Mutter mit Kinder warteten gestern in Alt Steinbeck sehnsüchtig auf einen blauen Bus. Alle drei Wochen macht hier die Fahrbibliothek Station. Doch die Finanzierung des Angebots wackelt, weil einige Gemeinden ihren Zuschuss nicht aufbringen können.

So weit wie im Landkreis Parchim ist es im Nordwestkreis allerdings noch nicht: Dort fährt der Bücherbus vor den Sommerferien zum letzten Mal in die Ortschaften. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird der Bus verkauft und die Bibliothekarin übernimmt wöchentliche Kurierfahrten zu den Schulen. „Dort können alle Leseratten die vorher bestellten Bücher in Empfang nehmen“, sagt Horst Derer vom Parchimer Kulturamt. Auch im Nordwestkreis steht die Fahrbibliothek immer wieder zur Disposition.

Nutzung teurer geworden
Das Angebot des Landkreises war für die Nutzer zunächst noch kostenlos. Mittlerweile werden Gebühren erhoben. Die Gemeinden, in denen der Bus hält, beteiligen sich schon immer an den Kosten. Doch auch hier stieg 2004 der Anteil der Zuschüsse pro Einwohner und Jahr von 1,02 Euro auf 2,04 Euro. Für sieben von 29 teilnehmenden Gemeinden im Kreis ist das zu viel. Sie stiegen aus dem Vertrag aus. In Bülow (vor der Gemeindefusion), Schlagsdorf, Carlow, Groß Molzahn, Wedendorf, Utecht und Roggendorf macht der Bus seither nicht mehr Halt.

Jetzt beschloss auch die Gemeindevertretung Königsfeld, aus der Mitfinanzierung der Fahrbibliothek auszusteigen. Für Bürgermeister Klaus Babbe war dies vor allem eine wirtschaftliche Entscheidung: „Eine Erhöhung der Gebühren um 100 Prozent ist einfach zu teuer für unsere Gemeinde mit ihren 1027 Einwohnern.“

Trotz dieser Einbußen, ist die Finanzierung der Fahrbibliothek für die nächsten Jahre noch gesichert, sagt Uwe Schnabel, Leiter des Kreismedienzentrums. Wenn allerdings noch mehr Gemeinden sich das Angebot nicht mehr leisten können, wird die Finanzierung des Bücherbuses schwierig. Schnabel: „Noch bis zum September können Gemeinden den Vertrag kündigen.“ Zum Glück garantiere ein Kreistagsbeschluss die Weiterfahrt – „zumindest solange der Bus die TÜV-Plakette hat“.

Letzte Kulturinsel im Dorf
Finanziellen Spielraum gibt es nicht: Jede Gebührenerhöhung, ob bei den Gemeinden oder den Lesern, würde zu sinkenden Nutzerzahlen führen, fürchtet Uwe Schnabel. Dem Kreis kostet die Fahrbibliothek jährlich 100000 Euro. Beim Land können lediglich 5000 Euro Fördergeld beantragt werden.

Die Dorfbewohner, vor allem Kinder, Familien und ältere Menschen, sind aber auf den Bücherbus angewiesen. In vielen kleinen Orten sei er die letzte kulturelle Institution, sagt Bus-Bibliothekarin Gabriele Gramenz. Katja Schmidtke
[zum Artikel der Gadebusch-Rehnaer Zeitung]

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Kreis Soest: IG Bücherbus fordert Transparenz bei Einsparungen

Warstein. Die Befürworter des Bücherbusses fordern von den Städten und Gemeinden des Kreises Soest mehr Transparenz für ihre Entscheidung, die Zahl der Haltestellen der Fahrbücherei zu reduzieren.

Zwar sei bekannt, dass die Kassen der Städte, Gemeinden und des Kreises leer sind, heißt es von Seiten der IG Bücherbus. Würde die Verwaltung aber bekanntgeben, wie viel mehr an Steuergeldern den Haushaltskassen der einzelnen Städte und Gemeinden des Kreises durch die Haltestellen- und die damit verbundenen Personalreduzierung bereits in diesem Jahr zur Verfügung stehen, wäre die bittere Pille der Einstellung des Angebots leichter zu schlucken.

Hintergrund der Kritik: Der Bücherbus der Fahrbücherei des Kreises Soest wird aus Gründen der Kostenersparnis künftig nicht mehr im gewohnten Umfang zur Verfügung stehen, denn es sollen Haltestellen und somit Möglichkeiten der Buchentleihe gestrichen werden. In der Bürgermeisterkonferenz vom 26. März 2003 hatten sich die damaligen Bürgermeister der Städte und Gemeinden des Kreises mehrheitlich für eine Abschaffung des Bücherbusses der Fahrbücherei ausgesprochen und dies mit der schwierigen finanziellen Situation ihrer Städte und Gemeinden begründet. Dieses Votum war mit ausschlaggebend für die daraufhin vom Kreistag beschlossene Reduzierung der Haltestellen der Fahrbücherei.

Viele Bürger bekundeten ihr Interesse am Erhalt des Bücherbusses und die Bedeutung des Angebotes für sie selbst mit mehr als 6000 Unterschriften. Die Schulen, so auch die Grimme- und Gutenberg-Schule in Warstein, sind nach Angaben der IG Bücherbus unglücklich darüber, dass der Bus nicht mehr zur Ausleihe kommt.

Wiegt Sparpotenzial Nachteile auf?
Wie hoch das Einsparvolumen der Städte und Gemeinden bei einer kompletten Einstellung der Fahrbücherei wäre und ob das Einsparpotenzial zur Haushaltskonsolidie- rung maßgeblich beitragen würde, sind für die Mitglieder der IG Bücherbus derzeit noch offene Fragen. Zu bedenken sei auch, ob das Einsparpotenzial die Benachteiligung der Bürger, die nicht die Möglichkeit hätten, eine ortsfeste Bibliothek aufzusuchen, aufwiege.
[zum Artikel in der Westfälischen Rundschau]

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Fahrbibliothek fand in Seehof neue Anhänger

Ein besonderes Fest mit allerlei Überraschungen feierten die Seehofer. Im und vor dem Dorfgemeinschaftshaus drehte sich alles um das Thema Bücher. Und das aus zweierlei Gründen: Zum einen möchte die Gemeinde bei ihren Mitbürgern das Interesse am Lesen wecken. Zum anderen hofft sie, dass die Fahrbibliothek mit ihrem umfangreichen Angebot noch mehr als bisher genutzt wird. Denn nur so rentieren sich die Kosten, die die Gemeinde für diese freizeitfreundliche Dienstleistung aufbringt. Die Kommune, konkret der Sozialausschuss der Gemeindevertretung, hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen.

In Seehof nahm sich der eigens zum Bücherfest mitgereiste Uwe Schnabel, Leiter des Kreismedienzentrums, viel Zeit für die Jüngsten und las aus Kinderbüchern vor. So animiert gingen die Mädchen und Jungen selbst auf Entdeckungsreise und suchten sich aus den gut geordneten Regalen Bücher, CDs oder Spiele aus. Andere lösten Preisrätsel. Die ersten drei Gewinner Maria-Charlotte Wellmer (12), Lucie Wagner (7) und Alexander Scholz (13) freuten sich jeweils über ein Jahresabo für die Fahrbibliothek. 27 Neuanmeldungen von Kindern und Erwachsenen für die rollende Bibliothek beweisen, dass das Fest ein Erfolg war.

Zum Ausklang fand eine Lesung im Dorfgemeinschaftshaus statt. Hier las die Seehoferin Dr. Ingrid Möller aus ihrem autobiographischen Buch „Reisefieber – Fieberreisen“. Anschließend stellte sie sich den Fragen der Gäste.

Die Fahrbibliothek, die vom Kreismedienzentrum des Nordwestkreises auf Tour geschickt wird, fährt 23 Gemeinden mit 54 Haltestellen an. Sie hält mehr als 5000 Bücher bereit, die je nach Aktualität und Beliebtheit aus einem großen Fundus ausgewählt werden.

Uwe Schnabel, Leiter des Medienzentrums des Landkreises Nordwestmecklenburg, zeigt den jüngsten Seehofern die neusten Bücher. Foto: Jentsch

Uwe Schnabel, Leiter des Medienzentrums des Landkreises Nordwestmecklenburg, zeigt den jüngsten Seehofern die neuesten Bücher. (Foto: Jentsch)

[Schweriner Volkszeitung Online vom 3.5.005]

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Quereleien im Vorstand des Vereins Bücherbus e.V.

So titelt die Internetseite der Uelzener Grünen den neuesten Beitrag zum Thema Bücherbusrettung:

Die ursprüngliche Idee, den Bücherbus [des Landkreises Uelzen] über den Trägerverein Bücherbus e.V. nach dem 1.7.05 weiterzubetreiben, ist gescheitert. Trotz des Zuschusses vom Landkreis, von einigen Gemeinden und vielen SpenderInnen und Sponsoren reichen die Mittel nicht für einen dauerhaften Betrieb aus. „Schuld“ daran ist das teure Bücherei-Fachpersonal, das vom Landkreis ausgeliehen werden sollte.

Nun will ein Teil der Vorstandsmitglieder mit einem erfolgversprechenden Alternativplan den beliebten Bücherbus retten. Mit einer Vollzeit- und zwei Teilzeitstellen (ausschließlich berufserfahrene Fachkräfte) sowie ehrenamtlichen Kräften soll der Betrieb weitergeführt werden – für nur 60.000 € Personalkosten! Damit können einige zehntausend Euro eingespart werden.

Unter den Kreispolitikern aller Parteien findet dieser Plan Zustimmung. Merkwürdigerweise nur nicht bei der Vorsitzenden des Verein, Eva Brandes. Sie fühlt sich übergangen und für sie ist der Verein mit seinem Ziel sowieso schon längst gescheitert.
[mehr]

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