Kreis Stormarn: Diskussion um Kreismittel

An der Kreisumlage wird nicht gerüttelt. Das ist die Botschaft, die die Vertreter von Stormarns Ämtern, Städten und Gemeinden aus dem Gespräch mit den Chefs der Kreistagsfraktionen über die geforderte Senkung der Umlage nach Hause nahmen. […]

„Es wurde von den Fraktionschefs keinerlei Bereitschaft gezeigt, die Kreisumlage auch nur einen Deut zu senken“, zeigt sich Sönke Hansen, Amtsdirektor Nordstormarns und Sprecher der Ämter, enttäuscht. […]

Die Kreisumlage wird von Städten und Gemeinden gezahlt. Wegen „zu erwartender geringer Einnahmen des Kreises“ war sie vom Kreistag vorsorglich um 0,75 Prozentpunkte erhöht worden. Zum selben Zeitpunkt hatte sich der Kreis aus der Finanzierung der Büchereien verabschiedet – womit den Kommunen weitere Mehrbelastungen aufgebürdet wurden. Die Folge: Finanzschwache Gemeinden wie Elmenhorst, Grabau, Hammoor und Nienwohld leisten sich den Bücherbus heute nicht mehr. Auch die Standortbüchereien stehen unter Druck. „Wir müssen mit 100 000 Euro weniger auskommen, seit uns der Kreis kein Geld für die Bücherei gibt“, sagt Ursula Pepper.

Die letzten Hoffnungen liegen nun auf den Haushaltsberatungen der Fraktionen. Bei der Büchereifinanzierung könnte sich mittelfristig etwas bewegen: Anders als die SPD sieht Joachim Wagner, Chef der CDU-Mehrheitsfraktion im Kreistag, zwar „derzeit keinen Handlungsbedarf“. Eine zukünftige Beteiligung des Kreises an den Kosten kann aber auch er sich vorstellen.

Aus dem Hamburger Abendblatt vom 27. Oktober 2007

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