Pressemitteilung von „Robin Book“ anlässlich des Starts der Briefwahl im Kreis Soest zum Bücherbus

Photo: Robin Book e.V.

„Ja zum Bücherbus“ – das ist die zentrale Botschaft, mit der sich die engagierten Bürgerinnen und Bürger für ihre Fahrbücherei einsetzen wollen. Vom 20. August bis 13. September findet dazu der Bürgerentscheid im Kreis Soest statt – und viele wollen die Zeit nutzen, in ihren Nachbarschaften für „Ja“-Stimmen zu werben. „Ihr müsst noch einmal los!“, forderte Thomas Reimann, Vorsitzender des Bücherei-Fördervereines Robin Book die Anwesenden bei einem ersten Treffen im Werler Café Scheer auf, erneut von Haustür zu Haustür zu ziehen. Erfolgreich praktiziert wurde das schon am Jahresanfang: Über 11.000 Bürgerinnen und Bürger gaben damals ihre Unterschrift für das Bürgerbegehren zum Erhalt der Kreisfahrbücherei, jetzt soll für die notwendigen „Ja“-Stimmen beim Bürgerentscheid geworben werden.

„Wenn es den Bücherbus nicht gäbe – er müsste erfunden werden“, ist sich Thomas Reimann der Bedeutung der rollenden Bibliothek für den ländlichen Raum sicher. So gäbe es sonst auf der Kreiskarte viele weiße Flecken, an denen gar keine andere Bibliothek existiert. Die Zahlen sprechen dabei eine eindeutige Sprache: Allein 2016 gab es fast 75.000 Medienausleihen beim Bücherbus.

Erprobt und erfolgreich ist die Leseförderung durch den Bücherbus, der in Kooperation mit Schulen in den vergangenen fünfzig Jahren viele Schülerinnen und Schülern mit „Lesestoff“ und mehr versorgt hat. Aber der Bücherbus versorgt auch ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger mit der gewünschten Literatur und hilfreichen Ratgebern. Und: Der Bücherbus versorgt die Menschen „vor der Haustür“ mit den entsprechenden Medien. Dass erhöht in den Dörfern die Lebensqualität!

Die Befürworter der Kreisfahrbücherei sind „hochmotiviert!“, wie eine Teilnehmerin des Treffens betonte. Sie wollen jetzt mit Flugblättern in ihren Nachbarschaften auf die Bedeutung des Bürgerbegehrens aufmerksam machen: „Wir wollen einen modernen Bücherbus, der analoge und digitale Angebote in alle Dörfer des Kreises bringt!“

Welche Bedeutung ein Bücherbus gerade für den ländlichen Raum hat, zeigt sich im bayerischen Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim: nachdem in Hamm ein neuer Bücherbus angeschafft wurde, hat dieser bayerische Landkreis den alten Bücherbus gekauft – für die Übergangszeit, bis auch dort ein neuer Bücherbus ausgeliefert wird. „Der Bücherbus ist ein Bildungsbus“, so die dortige CSU. „Deren Einsicht wünschen wir den heimischen Politikern!“, so Thomas Reimann.

Weitere Informationen haben die Initiatoren des Bürgerentscheides im Internet zusammengestellt; die Adresse: www.Ja-zum-Bücherbus.de. Für Rückfragen und Gespräche zum Bücherbus wurde unter der Rufnummer 029 43-48 14 15 eine Hotline eingerichtet.

Wir drücken den Initiatorinnen und Initiatoren, sowie den Bürgerinnen und Bürgern im Kreis Soest die Daumen.

Kreis Soest: Auftakt zum Bürgerbegehren Bücherbus

Pressemitteilung des Aktionsbündnisses Bürgerbegehren Bücherbus (ABB) und Robin Book e.V. im Kreis Soest:

Das Aktionsbündnis Bürgerbegehren Bücherbus (ABB) und Robin Book e.V. laden für Donnerstag, den 16.08., um 19:30 Uhr zur Auftaktveranstaltung der heißen Phase des Wahlkampfes um den Fortbestand des Bücherbusses ein.

Ort: Landcafé Scheer und Mehr, Büdericher Bundesstraße 997, 59457 Werl, direkt an der B1 Büderich in Richtung Unna.

Google Maps: Scheer und Mehr Landcafé

Neben den neusten Informationen rund um das Bürgerbegehren werden auch zahlreiche Aktionsmaterialien wie Flyer, Aufkleber, Plakate und Banner verteilt.

Zu Beginn der Veranstaltung werden wir für Pressefotos unter einem Aktionsbanner Zeit haben. Dann sind die Lichtverhältnisse draußen noch optimal.

Der anstehende Bürgerentscheid ist seit 2005 der erste kreisweite Bürgerentscheid in NRW.

Aktuelle Bürgerentscheide auf Stadt Ebene, wie in Rietberg oder Duisburg, wurden im Sinne der Betreiber des Bürgerentscheides gewonnen.

Für das Bürgerbegehren gibt es einen eigene Internetseite :

www.ja-zum-bücherbus.de

10.128 Personen stimmen für Bücherbus im Kreis Soest

Unterschriften zum Bürgerbegehren geprüft – Kreistag hat über Zulässigkeit zu entscheiden

Kreis Soest (kso.2018.04.17.165.jdw). Die Kreisverwaltung hat gezählt und das Ergebnis lautet: Es liegen 10.128 gültige Unterschriften und damit genug für das Bürgerbegehren in Sachen Bücherbus vor. Zumindest, wenn bei der Prüfung der Unterschriften der Maßstab des Oberverwaltungsgerichts Münster angelegt wird. Die Ergebnisse der Prüfung wurden am Montag, 16. April 2018, den Fraktionsvorsitzenden im Ältestenrat präsentiert.

Eine Woche lang hatten Mitarbeiter der Kreisverwaltung die Unterschriften anhand eines kreisweiten Wählerverzeichnisses kontrolliert und jede einzelne Unterschrift auf ihre Gültigkeit geprüft. Als Maßstab für die Prüfung diente die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster. Dieses entschied 2013, dass es nicht auf die Vollständigkeit jeder einzelnen Angabe zur Person ankommt, sondern vielmehr auf die zweifelsfreie Identifikation des Unterschreibenden anhand der gemachten Angaben. Genau hier liegt nun ein Problem beim Bürgerbegehren zum Bücherbus: In über 500 Fällen fehlen verschiedene Angaben zur jeweiligen Person. Wenn diese ca. 500 Fälle als gültig angesehen werden, ist die benötigte Anzahl an Stimmen für das Bürgerbegehren erreicht. Folgt der Kreistag der Ansicht des Oberverwaltungsgerichts, dann wären die 500 Unterschriften gültig und die benötigten Stimmen für ein Bürgerbegehren um 144 Unterschriften überschritten.

Vor der Zulässigkeitsentscheidung und vor einem möglichen Bürgerentscheid soll nun gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden und Initiatoren des Bürgerbegehrens nach möglichen Kompromissen außerhalb eines Bürgerentscheides gesucht werden.

Eine Woche lang hatten Mitarbeiter der Kreisverwaltung die Unterschriften anhand eines kreisweiten Wählerverzeichnisses kontrolliert und jede einzelne Unterschrift auf ihre Gültigkeit geprüft. Als Maßstab für die Prüfung diente die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster. Dieses entschied 2013, dass es nicht auf die Vollständigkeit jeder einzelnen Angabe zur Person ankommt, sondern vielmehr auf die zweifelsfreie Identifikation des Unterschreibenden anhand der gemachten Angaben. Genau hier liegt nun ein Problem beim Bürgerbegehren zum Bücherbus: In über 500 Fällen fehlen verschiedene Angaben zur jeweiligen Person. Wenn diese ca. 500 Fälle als gültig angesehen werden, ist die benötigte Anzahl an Stimmen für das Bürgerbegehren erreicht. Folgt der Kreistag der Ansicht des Oberverwaltungsgerichts, dann wären die 500 Unterschriften gültig und die benötigten Stimmen für ein Bürgerbegehren um 144 Unterschriften überschritten. Vor der Zulässigkeitsentscheidung und vor einem möglichen Bürgerentscheid soll nun gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden und Initiatoren des Bürgerbegehrens nach möglichen Kompromissen außerhalb eines Bürgerentscheides gesucht werden.

Kreis Soest, Pressemitteilung vom 17.4.2018

Symbolfoto: © Thomas Weinstock/ Kreis Soest